Geist
Ein Medium versteht sich als Mittler zwischen den Welten. Zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Im Grunde ist es jedoch eine Welt, durchwoben von allen Kräften, getrennt durch einen dünnen Vorhang. Von vielen Lebenden besteht aus vielerlei Gründen der Wunsch in Kontakt zu geliebten verstorbenen Menschen zu treten, zu Seelen, die ihren physischen Körper abgelegt haben. Wenigen ist bewusst, dass auf der anderen Seite des Vorhanges, bei den sogenannten Verstorbenen auch ein grosses Bedürfnis besteht, sich den Lebenden mitzuteilen.
Während eines sogannten sittings kann in der Regel der Kontakt zu Verstorbenen hergestellt werden. Wichtig ist jedoch, dass „Verstorbene" nicht einfach herbeigerufen werden können. Oft möchten nahestehende Seelen über ein Medium in Kontakt treten. Doch jede Sitzung ist ein Experiment ohne Garantie.
Als Medium darf ich keinerlei Informationen im Vorfeld erhalten, sondern es ist an mir durch Beschreibungen des Charakters, des Äusseren, persönlichen Vorlieben oder bspw. Gegenständen, die anwesende „verstorbene Seele“ zu beschreiben. Erst nach der Beschreibung eindeutiger Merkmale und deren Bestätigung durch Sie, den Sitter, darf eine Botschaft, soweit vorhanden, weitergegeben werden. In meiner Arbeit richte ich mich nach der engl. Schule der Medialität und dem Leitfaden für Medialität.
Ein Medium ist kein Wahrsager. Der Kontakt zur geistigen Welt sollte nicht als "Ratgeber der besonderen Art" missverstanden werden. Der freie Wille und die eigene persönliche Entscheidungsfreiheit bleibt auch von Seiten der geistigen Welt unangetastet.
Oft werde ich gefragt, wie der Kontakt zur geistigen Welt zustande kommt. Jeder hat die Fähigkeit des Hellfühlens, Hellsehens oder Hellhörens. Viele erleben in ihren Träumen den Kontakt zu anderen Sphären. Nur wenige jedoch nehmen die Dimension ihrer besonderen Träume und aussergewöhnlichen Erlebnisse ernst oder finden gar den Mut, das Erlebte auszusprechen, aus Angst ausgelacht zu werden oder als Spinner dazustehen.
Die Grundvoraussetzungen in Kontakt zur geistigen Welt zu treten sind: Liebe und innere Leere. Das heisst sich in einen Zustand zu begeben, vergleichbar einer Meditation, in dem keine Wünsche und verstandesgelenkte Bilder mehr vorhanden sind. Letztlich bleibt es jedes Mal ein neues Geschenk an der unvergänglicheren Form des Lebens die reich ist an Licht und Liebe, teilhaben zu dürfen.
"Man kann einen Menschen lieben ohne ihn zu verstehen, man kann ihn jedoch nicht verstehen, ohne ihn zu lieben", dieser Satz gilt für beide Seiten des Vorhanges.
Am Arthur Findley College für öffentlich.mediale Demonstrationen 2008 erfolgreich geprüft (Public accreditation scheme course: mediumistic demonstration)