Körper
TWO STEPS TO HEAVEN
Ein zwei Schritte Weg (two steps to heaven) zur Selbstfindung, für Erziehung, Management und für gelebte Spiritualität
Es geht um keine Technik, sondern um eine Sichtweise, die zu einer Lebenshaltung führen kann, die mir persönlich und auch vielen Seminarteilnehmern ein Gefühl von Ganzheit gegeben hat. Es ist das Gefühl von Leichtigkeit und Kraft, das entsteht, wenn die innere Haltung (Geistebene) zu einer äusseren Standhaftigkeit führt (Körperebene) . Und durch die neue Sichtweise eröffnen sich neue Räume der Wahrnehmung und ein Leben mit weniger Kraftaufwand, weniger Widerstand und weniger Ängsten. Themenunabhängig sind es Prinzipien die anwendbar sind für sämtliche Bereiche des Lebens: Persönlichkeitsentwicklung, Therapie, Kunst, Wirtschaft oder Erziehungswesen.
Schritt 1
Die Kraft des Seins
The power of „let it be“
Die innere Haltung, das heisst die geistige Haltung und seelische Befindlichkeit, findet Ausdruck im Körper: Unsere Gefühle zeigen sich in der Atmung, der Verspanntheit oder Geschmeidigkeit unseres Körpers, unserer Stimme und dem Glanz unserer Augen. Die innere Haltung spiegelt sich nicht nur sprichwörtlich in der Art wieder zu gehen und zu stehen („wie geht’s, wie steht’s?“ "wie stehst Du" ital.: com es tei?), sondern sie zeigt sich auf unmittelbare physische Weise.
Der bekannte Psychoanalytiker Wilhelm Reich hat den Begriff des „Muskelpanzers“ geprägt, ein Ausdruck der bildhaft beschreibt, wie sehr unsere Ängste, Verhaltensmuster und nicht gelebte Sehnsüchte sich körperlich äussern. Der psychosomatische Ansatz, ist so alt wie die Medizin. Keine fundierte, moderne psychotherapeutische Vorgehensweise, die nicht die Körperarbeit integriert. Altes Wissen der Hopi Indianer findet sich kombiniert mit Psychotherapie in der Hakomi Therapie (Hopisprache: wer bist Du). Körperorientierte Systemarbeit nach Pesso sagt „Werde, wer Du bist“.
Allen gemeinsam ist, einen achtsamen, bewertungsfreien Raum zu schaffen, in dem wahrgenommen wird, was ist. Dabei können wir davon ausgehen, das unser Körper sämtliches Wissen in sich trägt und nur darauf wartet, das auszudrücken was ist. In dem Moment, in dem wir Beobachter unserer selbst werden, wo wir akzeptieren, das sowohl erschaffende Kräfte in uns wirken (Sexualität), wie auch zerstörerisches (Aggression) und wir diesen Kräften einen angemessenen Ausdruck geben, nähern wir uns unserem Potenzial. Sich selbst finden heisst: sich fallen lassen im hier und jetzt, mit der Gewissheit, das wir nicht tiefer fallen als in Gottes Hand. Es entspricht dem Prinzip des Sinkens im Tai Chi. In dem Moment, wo wir beginnen zu leben ohne Angst zu haben zu Versagen, dem eigenen Anspruch nicht zu genügen, äusseren Erwartungen oder einem inneren Bild zu entsprechen, in dem Moment, in dem wir uns annehmen, so wie wir sind, mit allen Tränen, Schreien, Bedürfnissen, Ängsten Hoffnungen und Visionen und uns erlauben unserem Inneren eine äussere Form zu geben, entsteht Heilung in uns. In dem Moment, in dem wir ein Bewusstsein entwickeln über unser kulturell geprägtes Sein, über unsere Verhaltensmuster beginnen wir uns von der Fremdbestimmung zu befreien und kommen in unsere eigene Kraft. Die Ichkompetenz beginnt mit dem Kennenlernen des eigenen Körpers und dem Vereinigen der Gegensätze in uns. Es ist der erste Akt der Liebe: sich selbst wahrnehmen, sich selbst ernst nehmen, für sich Einstehen, der inneren Haltung eine äussere Haltung geben. Es ist wie das Entblättern einer Zwiebel, alles Überflüssige weglassen und den Körper in eine Entspannung bringen, die seinem Wesen entspricht um die Lebensaufgabe für die wir angetreten sind zu verwirklichen.
Je näher wir Kommen unserem Wesen einen Ausdruck zu geben, je durchdrungener unser Sein sich im physischen zeigt, desto gesünder, heiler und kräftiger erleben wir unser Sein. Unser Körper ist ein himmlisches Werkzeug, der Tempel, in dem sich unsere Seele wohlfühlen darf. In der Kraft des Seins zu leben heisst in seine Kraft kommen, heisst „Ichkompetenz“ zu erleben, heisst die Fähigkeit entwickeln sich wahrzunehmen , zu akzeptieren und sich selbst zu lieben.
MORISAN...mit Hingabe leben um gesund zu sterben